Geschichte
In Berlin soll ein Gedenkort für die polnischen Opfer des Zweiten Weltkrieges und der deutschen Besatzungsherrschaft errichtet werden. Das will der Bundestag an diesem Mittwoch beschließen. Für SPD-Schatzmeister Dietmar Nietan ist das eine längst überfällige Entscheidung.
Am 20. November 1945 beginnt in Nürnberg der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher des Nationalsozialismus. Erstmals in der Geschichte werden damit Politiker für völkerrechtliche Verbrechen persönlich zur Verantwortung gezogen.
Als am 20. November 1945 der Nürnberger Prozess beginnt, sitzt auf der Pressetribüne auch ein junger Mann, der extra aus Norwegen angereist ist: Willy Brandt. Seine Eindrücke und Schlussfolgerungen des Prozesses schreibt er in einem Buch nieder, das häufig missverstanden wurde.
Am 10. November 2000 verabschiedet der Bundestag das Lebenspartnerschaftsgesetz – ein Meilenstein für die Rechte homosexueller Paare. Was als umstrittene Reform beginnt, wird zum Symbol gesellschaftlichen Fortschritts und ebnet den Weg zur Ehe für alle.
Helmut Schmidt war nicht nur Bundeskanzler, sondern auch ausgewiesener Verteidigungsexperte. Warum er gegenüber Russland auf eine Doppelstrategie setzte, sagt Meik Woyke, Vorstandsvorsitzender der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung, im Interview.
Am 27. Oktober 2000 ändert der Bundestag das Grundgesetz, damit Frauen in der Bundeswehr freiwillig Dienst an der Waffe leisten dürfen. Vorausgegangen war ein wegweisendes Urteil des Europäischen Gerichtshofs.
Am 8. Oktober 1992 stirbt Willy Brandt. Die SPD ist in tiefer Trauer um ihren ehemaligen Vorsitzenden, die Anteilnahme der Menschen ist groß. Die Republik ehrt den früheren Bundeskanzler mit einem Staatsbegräbnis.
1992 übernahm Christian Wolff die Pfarrstelle an der Leipziger Thomaskirche. Zuvor hatte er mehr als 40 Jahre in Westdeutschland gelebt. Im Interview erinnert er sich, wie es war, als „lupenreiner Wessi“ nach Ostdeutschland zu kommen – und sagt, was ihn am Wort „Wiedervereinigung“ stört.